Die "Trauben hingen zu hoch"
Vinzenz Dotzler, Johannes Görner, Simon Weig, Christopher
Völk
Die Internationalen Deutschen Einzel-Meisterschaften (IDEM) der männlichen Jugend U17 fanden am 11. Mai 2002 in Heilbronn statt. Der Ausrichter hatte sich alle Mühe gegeben, dieses Turnier mit knapp 400 Kämpfern auf fünf Matten reibungslos über die Bühne zu bekommen. Ob es am Wiegen - um 7.15 Uhr - an den großen Gewichtsklassen - bis 66 kg waren 69 Aktive am Start - an der Gürtelbeschränkung oder an dem ausgesprochen hohen Niveau lag, nur vier Oberpfälzer stellten sich diesem Kräftemessen.
Vinzenz Dotzler (TB Weiden) unterlag nach Führung dem (säteren Dritten) Jenaer Robert Sendel nach drei Minuten Kampfzeit durch Armhebel, Sendel hatte zunächst Sven Jassen (NED) im ersten Kampf bezungen. Da Sendel im nächten Kampf unterlag war für Vinzenz Dotzler der Weg über die Trostrunde verbaut.
Ähnlich erging es Simon Weig (TB Weiden), er unterlag nach 1/4 Minute Alexander Mayr (AUT), dieser hatte sich ähnlich schnell im ersten Kampf gegen Dominik Platz (Neustadt) durchgesetzt. Doch auch Mayr patzte im nächsten Kampf und so war auch für Simon Weig die IDEM nach dem ersten Kampf vorbei. Auch der Bezwinger von Simon Weig wurde Dritter.
Christopher Völk (Post-Süd Regensburg) lieferte Pascal Sibbald (NED) einen beherzten Kampf, kam aber mit seinen Techniken nicht durch und verlor nach Ablauf der Kampfzeit nach Punkten. Ansonsten das gleich Spiel, auch sein Gegner unterlag im nächsten Kampf. Unnötig zu sagen, dass auch Sibbald Dritter wurde.
Johannes Görner (TB Weiden), erstmals in der 81-kg Klasse angetreten, hatte mit dem Vincent Charls aus dem Nationalteam von Frankreich das wohl schwerste Los gezogen. Nach etwa einer halben Minute ging Johannes Görner mit einem Ura-Nage (Waza-ari) in Führung, zeigte weiter gute Ansätze, unterlag aber durch Uchi-Mata nach etwa zwei Minuten Kampfzeit. Auch der Franzose unterlag im nächsten Kampf, so dass auch für Görner die IDEM nach dem ersten Kampf vorbei war.
Nun könnte man sage, "außer Spesen nichts gewesen". Da Judo aber nicht das "Stehen auf dem Siegertreppchen" ist, sondern das, was sich auf der Matte abspielt, und die Niederlagen schonungslos die Schwächen aufgezeigt haben hatte die IDEM für die oberpfälzer Teilnehmer sicher einen Wert, schade nur, dass sich nicht mehr dieser Aufgabe gestellt haben.
Einmarsch der Nationen