Jahresbericht 2002
Liebe Sportkameraden,
das vergangene Jahr war im Bayerischen Judo-Verband das Jahr des Wandels. Auf dem Verbandstag in Veitshöchheim wurde ein nahezu "neues" Präsidium im BJV gewählt. Aus der Oberpfalz wurde unsere Sportkameradin Bianca Mederer aus Neumarkt als 2. Vizepräsidentin in die Verbandsführung neu gewählt. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle. Damit können wir Oberpfälzer noch mehr "Flagge" auch auf Verbandsebene zeigen.
In den vergangenen Wochen des Jahres 2002 haben sich aber auch im
Bezirk einige zukunftsweisende Neuerungen ergeben, wenn auch aus anderen
Anlässen heraus. Aber dazu an späterer Stelle mehr in meinem Bericht.
Mitgliederzahl:
Beim BJV waren in 2002 (Stärkemeldung Stand 22.5.2002) 2.529 Judoka
aus dem Bezirk Oberpfalz gemeldet. Damit mussten wir einen Rückgang um
140 Sportler gegenüber 2002 verzeichnen. Eine unerfreuliche Entwicklung,
die sich vor allem im Jugendbereich mit aktuell 78,5 % ggü. 81,7 % (2001)
bemerkbar machte. Es bleibt aber auch für 2002 wieder festzustellen, dass
unsere Meldungen an den BLSV (4.120) deutlich höher liegen. Der Präsident
des BJV hat im Rahmen der Stärkemeldung auf diese Differenz auch aus Verbandssicht
hingewiesen.
Bezirksvorstand:
Allgemeines
Im Jahr 2001 fanden 2 Arbeitssitzungen des Bezirksvorstandes statt. Im Mittelpunkt der Oktobersitzung stand eine kritische Auseinandersetzung mit der Situation im Bezirk und dort vor allem im Bereich der männlichen Jugend und unseren sportlichen Erfolgen.
Personelles
Georg Schilling wurde im Rahmen des letzten Bezirkstages als Jugendleiter für die männliche Jugend bestätigt. Er ist mit viel Tatendrang und Engangement diese Aufgabe angegangen. Aus verschiedenen auch persönlichen Gründen konnte er dann aber im Verlaufe des Jahres seine Zielvorstellungen nicht in der geplanten Weise umsetzen. Letztendlich hat er im Sommer nach dem Rene-de-Smet-Pokal in Coburg sein Amt zur Verfügung gestellt. Eine Nachfolgeregelung wurde auf der Jugendvollversammlung getroffen und steht heute zur Abstimmung.
Das ebenfalls auf dem Bezirkstag vergangenen Jahr neu gewählte KRO-Team
Adolf Bindl und Werner Bühler hat sich sehr gut in den Bezirksvorstand
integriert und mit der ihnen eigenen sehr persönlichen Art haben sie sich
zu Aktivposten im der Bezirksarbeit entwickelt.
Finanzsituation
Die Haushaltslage des Bezirks hat sich im vergangenen Jahr weiter stabilisiert und wir können einen Überschuß zum Jahresende von ca. 2.700 Euro in das Jahr 2003 vortragen. Betrüblich bleibt dass trotz aller Bemühungen und des Beschlusses vom letzten Bezirkstag wiederum Bezirksbeträge für 2002 in Höhe von 101 ? erst im neuen Jahr 2003 nachgezahlt wurden. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf unseren Beschluss "Sperre bei Bezirksmaßnahmen" hinweisen. Wir werden ihn in 2003 bei säumigen Zahlern konsequent umsetzen.
Zusammenarbeit mit dem BJV und BLSV
Die Zusammenarbeit mit den Dachverbänden gestaltet sich reibungslos.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen des BLSV-Bezirks und unsere Meldungen
zu den Ehrungen für die Sportlerehrung der Oberpfalz waren auch im vergangenen
Jahr wieder von Erfolg gekrönt.
Zusammenarbeit mit den Landesstützpunkt Abensberg
Die in 2001 gestartete Zusammenarbeit zwischen den Aussenstützpunkten
in Regensburg und Weiden und dem Landesstützpunkt Abensberg hat sich in
2002 nicht in die gewünschte Richtung entwickelt. Sie ist vielmehr aus
verschiedenen Gründen deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Vor allem im 2. Halbjahr waren die Leistungen des LStP Abensberg nahezu
nicht vorhanden. Diese Defizite wurden von mir mit den Verantwortlichen
im Verband und in Abensberg besprochen und es wurde für 2003 eine neue
terminliche Gestaltung angedacht, die in den nächsten Tagen mit konkreten
Terminplänen umgesetzt wird. Ich hoffe, dass sich dadurch eine nachhaltige
Verbesserung für unsere Jugendlichen ergibt.
Jugendarbeit im Bezirk
Die weibliche Jugend konnte in Coburg als Sieger den Bayernpokal mit in die Oberpfalz nehmen. Eine herausragende Leistung, die vor allem der kontinuierlichen Arbeit von Irene Hirsch als Verantwortliche für die weibliche Jugend zu verdanken ist. Sie hat es geschafft, aus sportlichem Können und kameradschaftlichem Zusammenhalt einen Kader zu formen, der alle Konkurrenten aus den anderen Bezirken (wenn auch manchmal um Haaresbreite) in die Schranken gewiesen hat. Herzliche Gratulation an dieser Stelle an alle Beteiligten.
Ich möchte in diesem Jahr in meinem Bericht aber auch auf ein Ressort des Bezirks näher eingehen, das uns in den vergangenen Wochen sehr intensiv beschäftigt hat. Bedingt durch den kurzfristigen Wechsel in der männlichen Jugendleitung in den vergangenen 2 Jahren haben wir in diesem Bereich deutliche "Reibungsverluste", d.h. eine mangelnde Betreuung unserer Jugendlichen zu Kenntnis nehmen müssen. Dies wurde ganz besonders schmerzlich deutlich an den geringen Erfolgen auf Gebiets- und Landesmeisterschaften, und unserem Abschneiden beim Rene-de-Smet-Pokal. Unsere Erfolge waren mehr und mehr das Ergebnis vereinzelter Vereinsaktivitäten, als durch den Bezirksjugendleiter begleiteter Förderung.
Die Jugendarbeit im männlichen Bereich war in 2002 nahezu nicht
vorhanden. Aus diesem Grund haben wir in unserer Bezirksvorstandssitzung
im Oktober 2002 verschiedene Maßnahmen beschlossen. Auf der Vereinsversammlung
und der anschließenden Jugendvollversammlung in Kümmersbruck am 01.12.2002
wurde das Ergebnis vorgestellt und mit nahezu einstimmiger Mehrheit mehrere
Sportkameraden in die erweiterte Jugendleitung des Bezirks gewählt. Auf
dem heutigen Bezirkstag steht diese Wahl und die Neustrukturierung zur
Bestätigung an und ich bitte bereits jetzt, diesen Neuanfang mit breiter
Mehrheit zu unterstützen.
Ausblick auf 2003
Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten im Bezirk liegt in 2003 in zwei Themenbereichen.
Zum einen wollen wir in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Judoverband das Lehrwesen im Bezirk auf die Beine stellen. Bruno Gründemann hat als Prüfungsbeauftrager mit seinen DAN-Lehrgängen im vergangenen Jahr einen Anfang gemacht. Es ist nun an uns, dort mit einem Lehrbeauftragten des Bezirks anzuknüpfen und den Trainern und Übungsleitern aus den Vereinen ein regionales Fortbildungsangebot zu machen und Nachwuchs in diesem Bereich heranzubilden. Eine erster Schritt dazu ist im 2. Halbjahr gemeinsam mit dem Bezirk Oberfranken fest geplant.
Besonders gilt es aber die Versäumnisse und Probleme in der männlichen Jugend abzuarbeiten und die vereinbarten Maßnahmen auf breiter Front im Bezirk voranzubringen, um damit wieder die Basis für den sportlichen Erfolg unserer Athleten zu schaffen. Denn wir haben gute und leistungsstarke Judokas in der Oberpfalz, die ihre Medaillenplätze auf den Meisterschaften des Verbandes erringen können. Dies gelingt nur, wenn auch alle Vereine die Maßnahmen in diesem Bereich mit unterstützen und begleiten. Erste Ergebnisse z.B. im Rahmen der Terminplanung stimmen mich sehr zuversichtlich. Es ist kein Platz in der Oberpfalz für Vereinsegoismus und Streitigkeiten - nur gemeinsam sind wir erfolgreich - zum Wohle unserer Judokas.
Ich möchte allen Sportkameraden - sowohl im Bezirksvorstand, als auch in den Vereinen - für die engangierte und konstruktive Zusammenarbeit Danke sagen. Für das kommende Sportjahr wünsche ich den Sportlern der Oberpfalz viel Erfolg und uns allen Aufbruchstimmung, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt für unseren Judosport.
Für das Amt des Bezirksvorsitzenden stehe ich wieder zur Verfügung.
Mit sportlichen Grüßen
Raimund Kronawitter
Bezirksvorsitzender