Bericht vom René-de -Smet Pokal

Nach der langen Busfahrt musste die Oberpfalz gleich gegen den späteren Sieger Oberbayern einsteigen. Wir waren hier fast chancenlos. Mit unseren 4 unbesetzten Gewichtsklassen in der U20 und ein wenig Pech in der U14 war die Niederlage deutlich.

Aber Dank unserer treuen „Fans“, den starken Oberpfälzer Frauen, die uns lautstark  anfeuerten, konnten wir im nächsten Kampf gegen die Münchner durch unserer starke U14 zunächst 5:2 in Führung gehen. Unsere Hoffnungen mit der U17, die benötigten 10 Zähler zum Sieg vollzumachen wurde leider durch die starke U17 (Großhadern) vereitelt, so dass wir hier „nur“ noch mit 7:6 am Ende der U17 Kämpfe vorne lagen. Der Vorsprung reichte aber so nicht aus und wir haben dann mit 4 unbesetzten und einem verlorenen Kampf in der U20 11:7 verloren.

Der letzte Kampf gegen Oberfranken wurde dann noch bis zum Ende spannend. Nach einer Führung von 4:3 durch die U14 und einer deutliche Führung am Ende der Kämpfe der U17 von 8:6, hätten wir mit 2 Kämpfern in der U20 gewinnen können. Leider ging es dann knapp mit 10:9 für die Oberfranken aus, obwohl auch sie die U20 nicht voll besetzten konnten.

Toll war, dass diesmal die kameradschaftliche gegenseitige Unterstützung, wie in anderen Bezirken üblich, auch in der Oberpfalz zu spüren war. Dennoch haben sich leider sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern einige Kämpfer nicht angeschlossen sondern sind am Samstag wieder abgereist oder erst am Sonntag gekommen. Da dies fast ausnahmslos Vereinsweise geschah, liegt es wohl weniger an den Jugendlichen, sondern eher an den verantwortlichen in den Vereinen, ob Kameradschaft und Gemeinsinn ebenso hoch gewertet werden wie sportliche Erfolge.

Dies erklärt dann auch zum Teil unser Problem in der U20. Warum sollten die wenigen Kämpfer, die wir haben, dann auch aus Idealismus die Jugend unterstützen, wenn sie nicht von klein an lernen das dies dazugehört? Im Gegensatz zu der U14 und U17 bringt die Teilnahme am RdS bzw. Bayernpokal , da die bayrische Jugendleitung sich die Kämpfe hier genau anschaut und Talente für den Bayernkader sichtet bzw. erfragt warum einige denn nicht dabei sind und somit das fehlende Engagement selbstverständlich registriert, den U20´ern persönlich wenig.

Jeder in dieser Altersklasse kennt schließlich die seit Jahren gleichen Termine, die schon am Bezirkstag jedem Verein bekannt gegeben werden. Solange ich hier im Bezirk wohne kennt jeder Trainer das Problem, das wir in der U20 jeden Kämpfer für den RdS brauchen. Zum Teil würde ein antreten schon Punkte bringen, da die eine oder andere Gewichtklasse auch bei den Gegnern unbesetzt ist.  Ebenso hat jeder Kämpfer, der bei irgendeiner Einzelmeisterschaft im Bezirk angetreten ist, direkt oder über den Verein Bescheid bekommen. Obwohl hier also schon versucht wurden die Jäger zum jagen zu tragen, bestanden auch diese Jahr die meisten Antworten aus den üblichen Ausflüchte: keine Zeit, keine Lust oder gar nichts davon gewusst…  

Nun zurück zu den Teilnehmern. In der U20 haben Simon Rauber und Arthur Brzoza, der übrigens auch bei der Bayrische EM der Männer einen tollen dritten Platz erreichte, die Oberpfalzauswahl unterstützt. Auch Michael Querfurth, der obwohl er verletzt war und nicht Kämpfen konnte dabei war. Erstens hätten wir ohne ihn gar nicht antreten können und es Bestand so die Chance einen verlorenen Punkt in seiner Gewichtsklasse gegen unbesetzt zu holen.

Die meisten Kämpferinnen und Kämpfer waren diesmal auch an beiden Tagen dabei (es haben 17 m und 25 w Teilnehmer übernachtet). Die Stimmung war  prima und das Schwimmbad neben der Halle wurde am Samstag nach und am Sonntag vor den Kämpfen ausgiebig genutzt. Also hiermit vielen Dank an alle Teilnehmer und die Betreuer der Mannschaften vor allem an Klaus Pregler und Irene Hirsch, die unsere Kämpfer hervorragende gecoacht und motiviert haben.

Dr. Jörg Pfeil