Auf vielfachen Wunsch fand auch in
diesem Jahr ein “Horror“-Lehrgang statt, für den sich knapp 30
mutige Judoka aus Unterfranken, Mittelfranken und der Oberpfalz
meldeten. Erfreulicherweise konnte mit Marko Spittka wieder ein
Spitzentrainer für diese überregionale Maßnahme
gewonnen werden.
Der Lehrgang wurde eröffnet mit zwei anstrengenden Stunden
Techniktraining unter den kritischen Augen des Olympia-Siegers und
Vizeweltmeisters, an die sich nach wohl organisiertem Abendessen eine
Stunde „horror-hartes“ Randoritraining anschloss.
Der Tag wurde beendet mit einer Nachtwanderung, die nicht das
körperliche, sondern das seelische Gleichgewicht forderte. Es
galt, durch ein dunkles Waldstück zu einem „Friedhof“
vorzudringen, vorbei an allerlei gruseligen Nachtgespenstern und
anderen, scheinbar dem Grab entstiegenen Unholden, um eine Trophäe
zu finden, die zum Dojo zu bringen war. Nach dieser Aufregung dauerte
es geraume Zeit, ehe die Judoka das Grauen der inneren und
äußeren Kälte überwunden hatten und zur Nachtruhe
fanden. Genauer gesagt, es bedurfte der Androhung schwerster
Foltermethoden in Form eines nächtlichen Dauerlaufes durch Marko
Spittka, ehe man bereit war, schlafen zu gehen.
Der folgende Morgen bescherte den Teilnehmern eine zweistündige
schweißtreibende Technik-Einheit im Stand und am Boden, ehe man
müde den Heimweg antreten konnte, um den Rest der Ferien zu
genießen. Ein besonderer Dank gilt dem JKC Kümmersbruck und
seinen Mitgliedern, die ihren Dojo zur Verfügung stellten, die
Organisation von Speise und Trank perfekt meisterten und auch gerne
bereit waren, ihren Teil zum Gelingen des gruseligen nächtlichen
Spektakels beizutragen.