Bayerische Meisterschaft U20:
Titel für Anna Heigl, Vizetitel für Sebastian Hölzl



Bayerische Meisterin: Anna Heigl (TB Weiden), Vizemeister Sebastian Hölzl (TSV Detag Wernberg)

Bei den Bayerischen Einzelmeisterschaften der FU20 und MU20, die zeitgleich auf nur drei Matten im Dojo des TSV München-Großhadern ausgetragen wurden konnten sich die Oberpfälzer Judokämpferinnen und Judokämpfer gut in Szene setzen. Überragend der Auftritt von Anna Heigl (TB Weiden), die sich in der mit 19 Kämpferinnen überbesetzten 52-kg Klasse den Sieg holte. Anna Heigl besiegte im Finale Julia Schwendner (SV Wettstetten). In der gleichen Gewichtsklasse scheiterte Sydney Querfurth (JKC Kümmersbruck) nur hauchdünn nach Golden-Score und Hantei im Halbfinale und wurde Dritte. Ebenfalls Platz drei für Melanie Hausoel (ASV Neumarkt) in der Klasse bis 48 kg und fünfte Plätze holten sich Theresa Bäuml (TB Weiden, -63 kg) und Paloma Fernandez-Aragon (1. JC Weiden +78 kg).

Bei den Männern U20 konnte nur Sebastian Hölzl (TSV Detag Wernberg) in der  mit 16 Teilnehmern voll besetzen Gewichtsklasse mit Platz zwei einen Treppchenplatz für die Oberpfalz holen. Sebastian Hölzl unterlag im Finale dem  Deutschen U17-Vizemeister von 2007 Girts Kotans (VfL Bad Neustadt), der jedoch aufgrund der Ausländerbestimmungen des DJB nicht auf der Süddeutschen starten darf.  Knapp an einem Podestplatz vorbei ging es mit jeweils  Rang fünf für Philipp Piesche (Bushido Amberg, -73 kg), Salim Kasabaki (Bushido Amberg, -90 kg) und Edis Ducan (TV Furth im Wald, +100 kg).

Allgemein litt die Meisterschaft durch die räumliche Enge, weder Sportler noch Betreuer hatten ausreichend Sitzplätze. Zwar gab sich der Ausrichter vom TSV München Großhadern alle Mühe die beiden Meisterschaften zeitgleich auf den drei Matten über die Bühne zu bringen doch waren lange Wartezeiten (bis zu sieben Stunden zwischen Halbfinale und Finale) schon deswegen nicht zu vermeiden da viele Begegnungen hart umkämpft waren und teilweise über "Golden-score" bis "Hantei" in die Verlängerung gingen.

Text und Foto: Berthold Weber