Ein großes Heimturnier bestritten die Kümmersbrucker Judodamen bei den Aufstiegskämpfen zur 2. Bundesliga. Nach den glanzvollen Leistungen während der Saison gelang es den JKC Kämpferinnen auch hier bei dieser Aufstiegsrunde mit dominanten Leistungen aufzuwarten. Neben der Gastmannschaft, dem JKC Kümmersbruck, begrüßte der Betreuer Günther Schiedt die Mannschaften aus Backnang (Baden) und Freiburg (Württemberg). Um 14:00 Uhr fiel am Samstag in der Dreifachturnhalle in Kümmersbruck der Startschuss zu den Wettkämpfen.
Aufgrund der Auslosung ergab es sich, dass der Gastgeber gegen Backnang zum Auftakt auf der Matte stand. Den ersten Kampf für die Mannschaft bestritt Diana Papp, die nach kurzem Griffkampf mit einem Beinwurf die Führung übernehmen konnte. Wenige Sekunden später gelang es ihr wiederum mit einem Beinwurf den Kampf vorzeitig für Kümmersbruck zu beenden. Doch schon in der nächsten Begegnung gelang es der Kämpferin aus Backnang den Ausgleich zu erzielen. Margit Hinkofer, die gegen Katrin Gerger antrat, geriet nach einer Wurfaktion in einen Festhalter. Mit sehr viel Geschick und Raffinesse gelang es ihr sich aus diesem zu befreien und selbst einen Haltegriff anzusetzen mit dem sie dann vorzeitig siegte. Einen schweren Stand hatte zu Beginn ihres Kampfes Katja Fahr. Mehrmals gelang es ihrer Gegnerin sich aus brenzligen Bodensituationen zu befreien, doch letztendlich triumphierte Fahr überlegen mit einem Festhalter. Silke Nachtmann die bei ihrem Duell nicht zu ihrem Kampfstil fand, mußte somit einen Punkt an Backnang abgeben. Im vorletzten Kampf stand Petra Thym auf der Matte. Nach wenigen Sekunden gelang es ihr eine kleine Wertung zu erzielen, doch Birgit Ottl konnte geschickt eine Aktion für sich ausnutzen und somit einen Vorteil für sich herausarbeiten. Unbeeindruckt von diesem Rückstand griff Petra stetig weiter an. In einer sehr brisanten Handlung gelang es gerade noch sich mit dem Fuss bei der Gegnerin einzuhängen und diese mit Ippon von der Matte zu fegen. Auch wenn noch ein Kampf ausstand, für den JKC stand das Ergebnis mit vier Siegen jetzt schon fest. Dass der letzte Kampf dann noch an Backnang ging, tat der Freude keinen Abbruch. Verdient siegte der JKC hier mit 4 zu 3 Punkten.
Während Backnang von der Matte ging, blieben die Kümmersbrucker Damen auf dem Kampfring, um dort Freiburg zu empfangen. Diesmal bestritt Margit Hinkofer den ersten Kampf für den JKC. Hinkofer machte mit der Freiburger Kämpferin Nadine Pollak kurzen Prozess. Schon nach wenigen Sekunden gelang es ihr die Verteidigung zu durchbrechen und mit einem Hüftwurf einen triumphalen Erfolg zu verbuchen. Sandra Frey aus Freiburg dominierte gegenüber Astrid Herrmann und schaffte so den Ausgleich. Einen schweren Stand hatte Anja Feil zu Beginn ihres Kampfgeschehens. Nach einem Übergang vom Stand zu Boden gewann Anja Feil die Oberhand und siegte souverän mit einer Haltetechnik. Das Motto von Katja Fahr ist es einen Kampf schnell zu beenden. So auch hier in dieser Begegnung. Nach dem üblichen Vorgeplänkel warf sie ihre Gegnerin auf die Matte, wo sie mit dem darauffolgenden Festhalter den Punktevorsprung für den JKC weiter ausbaute. Sehr ausgewogen gestaltete sich die Begegnung von Silke Nachtmann gegen die Freiburgerin Eva Berg. Lange Zeit gelang es keiner der beiden Kämpferinnen einen Vorteil zu erlangen. Mit einer taktisch überzeugenden Technik gelang es Silke Nachtmann mit einer Innensichel (Beinwurf) den entscheidenden Sieg und somit den Titel für die Mannschaft zu holen. Im vorletzten Wettstreit erkämpfte sich Petra Thym einen weiteren Punkt für das Kümmersbrucker Team. Nach Abschluss aller Kämpfe siegte der JKC überlegen mit 5 zu 2 Punkten und war somit schon vorzeitig in die Bundesliga aufgestiegen.
Im Kampf um den zweiten Platz standen sich zum Abschluss Backnang und Freiburg gegenüber. Auch hier waren durchwegs sehr schöne Kämpfe zu sehen. Am Ende der Begegnungen dominierte Backnang mit 6 zu 1 Punkten und kam somit verdient auf den zweiten Platz. Auch sie haben eventuell noch die Möglichkeit in die zweite Bundesliga aufzusteigen.
Der JKC Kümmersbruck ist somit der erste Oberpfälzer Judoclub, der eine Mannschaft in der zweiten Bundesliga der Damen stellt. Günther Schiedt zeigte sich sehr stolz mit den gezeigten Leistungen seiner Judodamen.
In der Mannschaft kämpften: Heidi Schiedermeier, Katrin Mayinger, Petra Thym, Katja Fahr, Anja Feil, Margit Hinkofer, Regina Zellmer, Sabrina Füchsle, Silke Nachtmann, Claudia Gebhard, Birgit Hausner, Carmen Mühling, Astrid Herrmann und Diana Papp.