die vergangene Saison 2001 der Bezirksliga der Männer kann wohl ohne Übertreibung als eine besondere Saison genannt werden. Leider aber keine im positiven Sinn.
Seit meiner aktiven Zeit im Oberpfälzer Seniorensport gab es noch nie so wenig Teilnehmer, die in der Bezirksliga mit machten. Mit nur drei Mannschaften konnte von einem normalen Ligabetrieb wohl keine Rede sein. Als Grund dafür den allgemeinen Rückgang im Seniorenbereich nennen zu wollen, würde die Sache nicht treffen. Allein im Nachbarbezirk Mittelfranken gab es in der vergangenen Saison 13 (dreizehn!) teilnehmende Mannschaften. Es geht also auch anders.
Die Gründe sind sicher weit vielfältiger:
Die Grösse der Manschaften (Siebener- statt Zehner-Mannschaften)?
Die mangelnde Förderung der Senioren in der Oberpfalz ausserhalb
der Liga (Gürtelfarben- oder Altersklassenturniere, offene Meisterschaften
etc.)? Hier wäre wahrscheinlich meine Person am stärksten gefordert,
zusammen mit den Vereinsvorständen Ideen zu sammeln.
Verstärkte Zusammenarbeit der Vereine (wobei kleinere Vereine
aber nicht in den Sog grösserer Nachbarvereine gelangen dürfen
und von diesen geschluckt werden - was leider heutzutage der Fall ist)?
Das Wort "Stützpunkt" möchte ich hier aber auf keinen Fall verwenden!
Es gäbe hier noch einiges auf zu zählen, wovon ich aber absehen
möchte.
Zurück zur Saison 2001. Unter den drei Mannschaften befand sich
ein Neuzugang, die SG Waldetzenberg. Diese trat mit einer gesunden Mischung
aus jungen und erfahrenen Kämpfern an und zeigte auch gleich am ersten
der beiden Kampftage, was man in Zukunft von ihr erwarten kann. So reiste
Waldetzenberg als Tabellenführer nach Neunburg v.W. zum Finale an.
Dort musste der Neuling jedoch den stark kämpfenden Mannschaften
von Rötz II und Neutraubling Platz machen, die ihrerseits im heissen
Abschlußkampf mit einem knappen 11:9 für Neutraubling den Oberpfalzmeister
ermittelten.
Im Anschluß daran ging der neu vom Bezirksvorsitzenden Raimund
Kronawitter gestiftete Wanderpokal im Rahmen der Siegerehrung an den TSV
Wacker 50 Neutraubling und wurde in der traditionellen Abschlußfeier
auch kräftig eingeweiht.
Somit ergab sich folgende Tabelle:
1. TSV Wacker 50 Neutraubling
2. FC Rötz II
3. SG Waldetzenberg
Am 13. Oktober 2001 fanden in Erlangen die Aufstiegskämpfe zu Landesliga
Nord statt.
Verletzungsbedingt konnte Neutraubling nur sieben der zehn Positionen
besetzen, was sich bei der starken Konkurrenz aus den übrigen nordbayerischen
Bezirken schnell rächte. So wurden alle Kämpfe knapp mit 4:6
verloren, was am Ende den vierten Platz bedeutete.
Ich sehe dies mit einem weinenden und einem lachenden Auge: Einerseits
hätte es mich als Mannschaftsführer der Neutraublinger natürlich
gefreut, wenn wir in die Landesliga Nord aufgestiegen wären, um uns
dort mit neuen Gegenern zu messen. Andererseits bin ich als Ligabeauftragter
froh, wenn mir eine Mannschaft mehr in der Oberpfalz erhalten bleibt, die
zusammen mit den anderen Teams für Stimmung und Spannung sorgen kann.
Zur Ligasitzung am 12. Dezember 2001 im neuen Neutraublinger Sportheim
gibt es auch noch etwas Erfreuliches zu berichten. Dort meldete sich der
SV Tiefenbach zur Bezirksliga 2002 mit einer jungen Mannschaft an. Gleichzeitig
verkündete der JKC Kümmersbruck den Wiedereinstieg. Die übrigen
Mannschaften der Saison 2001 sind auch wieder dabei.
Die in der Sitzung besprochenen Punkte werden in den Anträgen
an den Bezirkstag ausführlich behandelt und sollen deshalb hier nicht
noch einmal beschrieben werden.
Zum leidigen Thema Internet noch eine kurze Erklärung von mir:
Auf Grund einer nebenberuflichen Fortbildung, die in den letzten vier Jahren
teilweise erhebliche Zeit von mir in Anspruch nahm, kam ich nicht dazu,
die Homepage des Ligabeauftragten zu bearbeiten.
Nun, seit Juli 2001 hab ich diese Last für mich erfolgreich abgelegt
und hoffe, jetzt auch die Zeit für eine Aktualisierung zu finden.
Ich möchte noch allen danken, die mich im letzten Jahr unterstützt
haben und freue mich auf eine neue Saison 2002.
Auch wenn uns der 11. September 2001 auf schrecklichste Weise gezeigt
hat, welch kranke Gehirne in machen Menschen stecken, lasst mich das eine
sagen: Leute, das Leben ist schön!
Mit sportlichem Gruß,
Rudolf Fiegler
Ligabeauftragter