Bezirksliga-Statut

1 Allgemeines
1.1 Die Bezirksliga dient zur Ermittlung des Mannschaftsmeisters der Oberpfalz und der Qualifikation zur Teilnahme an den Aufstiegskämpfen für die nächst höhere Liga (Landesliga - Nord).
1.2 Das Bezirksliga-Statut ergänzt das Statut für Bayernliga und Landesligen für den Bereich der Oberpfalz.
1.3 In der Bezirksliga sind nur Vereins-Männer-Mannschaften aus dem Judobezirk Oberpfalz startberechtigt.
1.4 Alle Punkte, die im Bezirksliga-Statut nicht besonders behandelt werden, sind durch die Sportordnung des BJV und das Statut für Bayernliga und Landesligen abgedeckt.

2 Ligabeauftragter, Ligaausschuss und Protest
2.1 Zuständig für die Liga-Angelegenheiten ist in erster Instanz der vom Bezirkstag gewählte Ligabeauftragte, in zweiter Instanz der Ligaausschuss.
2.2 Der Ligaauschuss setzt sich zusammen aus dem Bezirksvorsitzenden, dem Ligabeauftragten und dem Kampfrichterobmann.
2.3 Proteste und Ansprüche sind innerhalb einer Woche nach der Veranstaltung schriftlich beim Ligabeauftragten einzureichen (Poststempel).
2.4 Zugleich ist eine Protestgebühr von EUR 25.- auf das Konto des Bezirks einzuzahlen und der Beleg dem Protestschreiben beizufügen.
2.5 Die zuständige Instanz entscheidet über den Protest und die Protestgebühr. Wird der Protest abgelehnt, verfällt die Gebühr.

3 Durchführung der Bezirksliga
3.1 Die Kampfsaison beginnt mit dem Meldeschluss der Mannschaften und endet mit dem letzten Kampftag.
3.2 Die Anzahl der Mannschaften richtet sich nach dem Eingang der Meldungen bis zum 01.01. des Jahres. Startberechtigt sind die Mannschaften, die
3.2.1 aus wenigstens sieben gemeldeten Kämpfern bestehen;
3.2.2 das Startgeld von EUR 50.- und die Kaution von EUR 150.- auf das Konto des Bezirks bis zum 01.01. des Jahres überwiesen haben;
3.2.3 ihre Kämpferliste und die dazugehörigen Judo-Ausweise zur Abzeichnung bzw. Überprüfung bis zum 15.01. des Jahres, sowie eine genaue Beschreibung des Ausrichtungsortes bei Heimkämpfen und die Nennung des verantwortlichen Mannschaftsführers beim Ligabeauftragten abgegeben haben.
3.3 Eine Mannschaft besteht aus zehn Kämpfern und beliebig vielen Ersatzkämpfern, die in der Wiegeliste aufzuführen sind und in ihrer Gewichtsklasse oder höher starten können. Im zweiten Durchgang ist ein Wechsel der Gewichtsklasse für Kämpfer, die schon im ersten Durchgang eingesetzt wurden, nicht mehr möglich.
3.4 Gekämpft wird in den fünf Gewichtsklassen -66, -73, -81, -90, +90 kg, in denen zwei Kämpfer pro Gewichtsklasse und Mannschaft antreten. Es werden zwei Durchgänge gekämpft, wobei im zweiten Durchgang die Kampfpaarungen wechseln und mit Ersatzkämpfern neu besetzt werden können (die Paarungen der Gastmannschaft sind umzustellen).
3.5 Eine Mannschaft muss mit mindestens sechs Kämpfern antreten.
3.6 Ein Verein kann mehrere Mannschaften stellen. Für jede Mannschaft ist eine eigene Mannschaftsliste zu erstellen. Ein Wechsel von einer Mannschaft zu einer anderen in einer Saison ist nicht möglich.
3.7 Sind vier oder weniger Mannschaften gemeldet, so wird eine Hin- und Rückrunde ausgetragen. Bei mehr als sechs Mannschaften sind Begegnungen mit drei Mannschaften an einem Austragungsort möglich.
3.8 Es ist möglich, aus zwei Vereinen des Bezirks eine Kampfgemeinschaft (KG) zu bilden. Diese Kampfgemeinschaft darf keine weiteren Fremdstarter einsetzen, d.h. die Pässe der Kämpfer müssen ausschließlich auf einen der beiden Vereine der KG lauten.

4 Aufstieg
4.1 Der Verein, dessen Mannschaft in der Bezirksliga den ersten Platz belegt hat, ist berechtigt, an den Aufstiegskämpfen zur Landesliga-Nord teilzunehmen. Verzichtet der erstplatzierte Verein auf das Teilnahmerecht an den Aufstiegskämpfen, ist der Ligabeauftragte umgehend zu benachrichtigen, und das Recht geht an den in der Tabellenreihenfolge nächsten aufstiegsbereiten Verein weiter.
4.2 Tritt der aufstiegsberechtigte Verein bei der Aufstiegsrunde nicht an ohne das Recht weiter gegeben zu haben, verfällt die Kaution.
4.3 Eine Kampfgemeinschaft kann nicht an den Aufstiegskämpfen teilnehmen (wenn dies nach dem gültigen Statut der höheren Liga nicht möglich ist).

5 Veranstaltungen
5.1 Die Kämpfe werden zum festgesetzten Termin mit folgendem Zeitplan durchgeführt: jeweils Sonntag: 1000 - 1045 Uhr Abwiegen; 1100 Uhr Kampfbeginn. Abweichungen bedürfen der Genehmigung des Ligabeauftragten und des Kampfrichterobmanns.
5.2 Die Reihenfolge der Gewichtsklassen ist von den Mannschaftsführern vor Beginn der Veranstaltung gemeinsam aus zu losen.
5.3 Die Einteilung der Kampfrichter erfolgt durch den Bezirkskampfrichterobmann.
5.4 Die ausrichtenden Vereine unterrichten umgehend, jedoch spätestens bis 1800 Uhr des Kampftages telefonisch, per Fax oder per E-mail den Ligabeauftragten und den Medienreferenten des Bezirks vom Kampfresultat inklusive Unterbewertung und schicken die Listen innerhalb einer Woche ab. Bei Versäumnis oder Verspätung behält der Bezirk EUR 25.- von der Kaution als Disziplinarmaßnahme ein.
5.5 Am letzten Kampftag finden alle Begegnungen an einem Austragungsort statt. Dort wird auch im Anschluss an die Begegnungen die Siegerehrung der Mannschaften veranstaltet.

6 Startrecht - Zweitstart
6.1 Ein Kämpfer kann in der laufenden Saison nur für einen Verein in der Bezirksliga auf der Wettkampfliste stehen und starten.
6.2 Kämpfer, die für den eigenen Verein in einer höheren Liga gemeldet sind, dürfen nicht für einen anderen Verein in der Bezirksliga starten.
6.3 Es dürfen beliebig viele Fremdstarter, deren Startberechtigung auf einen Oberpfälzer Verein lautet, eingesetzt werden.
6.4 Kämpfer, die als Zweitstarter in einer höheren Liga teilnehmen, sind unter folgenden Bedingungen startberechtigt (für die Beachtung ist der startende Verein verantwortlich):
6.4.1 Auf der Mannschaftsliste sind die Angaben (Liga und Verein) zum Zweitstart zu vermerken. Alle an der Bezirksliga teilnehmenden Vereine, sowie der Kampfrichterobmann erhalten Kopien der Mannschaftslisten zu Saisonbeginn.
6.4.2 Als Zweitstarter gilt der Kämpfer, der bis zum Ende der Bezirksligasaison bei mehr als zwei Mannschaftsbegegnungen in einer höheren Liga eingesetzt wurde.
6.4.3 Jede Mannschaft hat für den Einsatz von Zweitstartern ein Punktekontingent von vier Punkten pro Durchgang. Davon werden "verbraucht" für einen
Landesligakämpfer   1 Punkt
Bayernligakämpfer   2 Punkte
Regionalligakämpfer  2 Punkte.
Alle Kämpfer, die höher als Regionalliga gemeldet sind, dürfen nicht in der Bezirksliga starten.
6.4.4 Wird ein Kämpfer in der laufenden Saison durch einen mehr als zweifachen Einsatz in einer höheren Liga zum Zweitstarter gemäß Punkt 6.5.2 dieses Statuts, und hat damit seine Mannschaft das zulässige Punktekontingent im nachhinein überschritten, so werden dessen bisherige Kämpfe der laufenden Saison nachträglich mit 0:10 Punkten gewertet.
6.4.5 Setzt ein Verein im Rahmen der Mannschaftsaufstellung mehr Zweitstarter ein als das Punktekontingent zuläßt, so werden alle bisherigen und folgenden Kämpfe der Zweitstarter an diesem Kampftag mit 0:10 Punkten gewertet.
6.4.6 Im Einverständnis mit den anderen Mannschaften der Begegnung kann abweichend von diesen o.a. Regeln jeder weitere Kämpfer außer Konkurrenz eingesetzt werden. Die Kämpfe werden unabhängig vom Ergebnis mit 0:10 Punkten gewertet.
6.5 Der Ligabeauftragte überwacht die Einhaltung des Zweitstartrechts anhand der Startlisten der höheren Ligen und informiert sowohl die Vereine, als auch den Kampfrichterobmann über zweitstartberechtigte Kämpfer.

7 Kampfpunkte - Wertung
7.1 Kämpferwertung:
7.1.1 Der siegreiche Kämpfer erhält einen Gewinnpunkt, der unterlegene Kämpfer erhält keinen Punkt.
7.1.2 Bei Unentschieden wird der Kampf mit 0:0 gewertet.
7.2 Mannschaftswertung:
7.2.1 Die siegreiche Mannschaft erhält zwei Gewinnpunkte in der Ligatabelle, die unterlegene Mannschaft bekommt zwei Verlustpunkte.
7.2.2 Im Falle eines Unentschieden, wobei nur die Einzelkampfpunkte ausschlaggebend sind, erhält jede Mannschaft einen Gewinn- und einen Verlustpunkt.
7.2.3 Der Tabellenstand errechnet sich zunächst aus der Anzahl der Gewinnpunkte.
7.2.4 Weisen mehrere Mannschaften den gleichen Gewinn- und Verlustpunktestand auf, entscheidet die Zahl der gewonnen Kämpfe. Bei nochmaligem Gleichstand geben die Unterbewertungspunkte den Ausschlag.
 

8 Verstöße
8.1 Tritt eine Mannschaft zu einem angesetzten Kampf ohne Einwirkung unabwendbarer Ereignisse (höhere Gewalt, etc.) nicht bis zum Ende der Wiegezeit an, muss der Verein die kompletten Kampfrichterkosten, die abgerechnet wurden, bezahlen. Mannschaften, die verspätet (bis 30 Minuten nach Wiegeschluss) eintreffen, haben zu den kompletten Kampfrichterkosten auch eine Strafe von EUR 100.- zu tragen, und die Kämpfe werden gewertet. Eintreffen später als 30 Minuten nach Wiegeschluss gilt als Nichtantreten. Begegnungen bei Nichtantreten werden mit 4:16 Kampfpunkten bei 40:160 Unterbewertungspunkten als verloren bewertet.
8.2 Entstehen einem ausrichtenden Verein Kosten (z.B. Hallenmiete), so sind diese in nachgewiesener Höhe vom nichtangetretenen Verein zu entrichten. Maximal jedoch EUR 50.-, es sei denn, die Mannschaft stellt sich zu einem Freundschaftskampf.
8.3 Werden Kämpfer eingesetzt, die keine Startberechtigung besitzen, werden eventuell erkämpfte Siege als verloren (0:10) gewertet und das Mannschaftsresultat entsprechend korrigiert.
8.4 Im Falle eines direkten Hansoku-make für einen Kämpfer erfolgt die Disqualifikation durch den sportlichen Leiter (=Haupt-KR) für die gesamte Veranstaltung.
8.5 In Sonderfällen können bei Regelverstoß auch andere Strafen verhängt werden. Diese werden vom Ligabeauftragten bzw. vom Ligaausschuss analog des Strafenkatalogs des BJV verhängt.

9 Kampfrichterkosten
9.1 Die Kampfrichterkosten werden von den beteiligten Vereinen zu gleichen Teilen getragen.
9.2 Die Kampfrichterkosten werden zwischen erstem und zweitem Durchgang ausbezahlt.