Wir schreiben den 21. Januar. Es ist 5 Uhr morgens; während
die meisten Leute noch friedlich schlafen, was um diese Zeit ja auch ganz
normal ist, steigen einige junge Judokas und deren Betreuer/in, Irene Hirsch
und Andi Holzberger, beim Kümmersbrucker Hallenbad in den Bus um in
ein Skiwochenende zu starten. (Also ehrlich Leute um eine solche Uhrzeit
würde ich nicht aufstehen. Die Redaktion). Nicht desto trotz die Stimmung
wahr jetzt schon gut, denn alle schliefen im Bus weiter. Los ging dann
die Fahrt über Schwarzenfeld und Regensburg, wo man weitere skifahrende
Judokas einsammelte. Insgesamt hatten die Betreuer letztendlich 28 Kids
dazu überreden (es hatten sich natürlich alle freiwillig angemeldet)
können bei dieser Skitour mit zu machen.
Bei der ersten Rast an der Autobahnraststätte Holledau
hatten alle schon ihre Müdigkeit überwunden. Alle? Alle bis auf
Andi, bei dem immer noch das Sandmännchen im Auge saß. Damit
auch dieser nun endlich wach werden würde, wurde er von den Kids recht
ordentlich mit Schnee eingeseift (aus den Schilderungen der Kids geht bedauerlicherweise
nicht hervor, wie viele davon dann Andi einseifte).
Danach stand man dann erstmal im Stau und drehte Däumchen.
Doch auch dies nahm ein Ende und gegen Mittag hatten sie ihr Ziel Walchsee
erreicht. In der Pension Brandauerhof wurden zuerst, immer zu zweit und
bei den Jungs einmal zu dritt, die Zimmer bezogen. Wer mit wem aufs Zimmer
ging wurde schon während der Busfahrt ausgelost. Nachdem alles auf
den Zimmern verstaut war, kam man endlich zum wichtigsten an diesem Tage;
nämlich das Abendbrot. Das delikate Menü gestaltete sich in drei
Gängen: als Vorspeise gab es Grießnockelsuppe, als Hauptgericht
Jägerschnitzel mit leckerem Gemüse und als Nachtisch Früchtekompott.
Unverständlicherweise mochte kaum einer das dargebotene Menü.
Naja, es ist schon recht schwer junge Leute zufrieden zustellen.
Anschließend nach dem Essen allgemeine Lagebesprechung
von Andi. Als er die Uhrzeit des Zapfenstreiches bekannt gab, wurde dies
von allen mit lautem Gejammer bekundet. Unsere Quasseltanten Eva, Franzi,
Georg und Jens meinten es mit dem Zapfenstreich nicht ganz so genau nehmen
zu müssen (die anderen taten es zwar auch nicht, nur waren sie nicht
so dumm sich erwischen zu lassen). Deswegen hatte sie am nächsten
Morgen das Vergnügen den Bus reinigen zu dürfen. Dank des Busfahrers,
der ihnen half, war diese Arbeit flugs erledigt. Noch spät in der
Nacht ist Günther Schiedt mit Heidi und Katja, die mit dem Auto nachgefahren
sind, eingetrudelt. Jeder der schon Mal so eine Tour mit gemacht hat, kann
sich vorstellen, dass das mit der Nachtruhe nicht viel geholfen hat und
die meisten beim Frühstück ganz kleine Augen hatten.
Nach dem Frühstück waren aber alle fit zum Ski fahren. Man teilte sich in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe blieb unter den Fittichen von Günther Schiedt und Wolfgang Hirsch in der Nähe der Pension, da hier die Hänge nicht ganz so steil waren. Die anderen fuhren mit dem Bus nach Kassen ins richtige Skigebiet, hier hatten Irene und Andi ein wachsames Auge auf die Kids.
Gruppe Irene/Andi
Mit der Gondel fuhr dann Andi und Irene mit ihrer Gruppe
aufi auf den Berg. Andi erläuterte kurz die Abfahrt und erwähnte
dabei, daß man sich rechts halten sollten. Irene, die dies wohl überhört
hatte, fuhr natürlich links und ein paar von den ganz gescheiten Kids
ihr natürlich hinterher. Die Strafe fürs verkehrt fahren folgte
gleich auf den Fuße. Da sie die Kurve nun nicht mehr richtig nehmen
konnte, ist sie ganz schön auf dem Allerwertesten gefallen.
Irene und fünf Wagemutige fuhren nun eine schwierige Piste, dort verlor Karin nach einem Sturz einen Ski im Tiefschnee, der aber bald wieder gefunden wurde.
Als sie wieder zu den anderen stießen, hörten sie, daß Stefan gestürzt ist und sich am Arm verletzt hatte. Im Krankenhaus stellte sich heraus, daß er sich den Arm gebrochen hatte. Aber zuerst einmal durfte er eine Schlittenfahrt genießen.
Zurück vom Krankenhaus wurde Stefan in den Bus verfrachtet, während die anderen wieder zum Skifahren gegangen sind (also da haben sie den armen Kerl so einfach mutterseelenallein gelassen). Gegen abend ging es dann wieder zurück zur Pension.
Gruppe Günther/Wolfgang
Nach einem kurzen Fußmarsch kamen sie zum Lift, wo Günther erst mal (wie üblich) für Chaos sorgte. Beim Kauf der Skipässe mußte Günthi unbedingt die Verkäuferin volllabern, so daß sich hinter ihm eine riesige Menschenmenge anstaute. Aber sie kamen letztendlich oben an. Günther wollte oben eine Gruppeneinteilung machen, wobei die Betonung auf wollte liegt. Aber irgendwann wurden sie sich dann doch noch einig und Günther fuhr mit einem Teil Snowboard; der Rest zog mit Wolfgang los. Gegen Mittag wurde in eine Skihütte eingekehrt, wo man sich ein herzhaftes Essen schmecken ließ, oder auch nicht.
Der weitere Nachmittag verlief ohne größere Ereignisse bis auf das, daß Wolfgang einen philosophischen Vortrag hielt, wobei er Snowboard fahren mit Radfahren und Radfahren mit Leben verglich. Er der Skifahrer. Als dann auch noch Georgs Bindung den Geist aufgab, kehrte man zur Pension zurück, wo man bis zur Rückkehr der anderen eine Schneeballschlacht machte.
Nach dem man sich etwas ausgeruht hatte, stürzte man sich nach dem Abendessen in das vergnügte Nachtleben (Video schauen, was originelleres ist ihnen nicht eingefallen). Auch diese Nacht verlief wie die erste, nur das sich diesmal niemand erwischen lies.
Am anderen Tag stand dann der Höhepunkt dieses Ausfluges auf dem Programm; Judo Training in Fürstenfeldbruck. Alle waren begeistert!!!
Nach dem Mattenaufbau, begann das Training mit kleinen Spielen. Anschließen kamen einige Uchi-komis an die Reihe. Zum Schluß des Vormittags gab es noch ein paar Randoris (bestimmt waren es zu wenige). Auf jeden fall waren die Kids froh die erste Hälfte des Trainings überstanden zu haben (wahrscheinlich weil sie bis jetzt noch nicht zum schwitzten gekommen sind). Dafür wurde ihnen aber dann beim Pizza essen heiß.
Nach dem Essen mußten zum Leidwesen aller die Matte abgebaut und in einer anderen Halle (einen Stock höher und in ein anderes Gebäude, genau das richtige zur Verdauung) wieder aufgebaut werden.
Hier ging es dann mit Bodentechniken weiter. Insbesondere wurden hier Befreiungen mit der Beinklammer gezeigt. Mit Boden- und Standrandoris wurde dann das Training abgerundet. Allgemein wurde von allen bedauert, dass von den Fürstenfeldbrucker Judokas keiner kam um mitzutrainieren.
Alle fanden, daß dies ein tolles Wochende war, da es allen ewig viel Spaß bereitet hatte. Die Freude, ist jetzt schon wieder groß, wenn man an die Skitour im nächsten Jahr denkt.
Die Informationen zu diesem Bericht bekam ich freundlicher
Weise von Katrin Mayinger.